Schule ist aufregend – aber auch herausfordernd. Viele Kinder erleben Stress durch Leistungsdruck, soziale Dynamik oder schlicht durch Reizüberflutung im Schulalltag. Bauchschmerzen, Einschlafprobleme oder plötzliche Gereiztheit sind dabei oft nicht nur Vorwand, sondern Signale eines überlasteten Nervensystems.
Ein Ansatz, der dabei zunehmend Beachtung findet, ist die Co-Regulation – die Fähigkeit, durch die Anwesenheit und das Verhalten anderer, vor allem der Eltern, wieder in Balance zu kommen.
Nervensystem verstehen: mehr als nur „gestresst sein“
Das autonome Nervensystem besteht aus zwei Hauptbereichen:
- Sympathikus – aktiviert uns (Fight-or-Flight), Puls und Stresshormone steigen.
- Parasympathikus – beruhigt uns, senkt Herzfrequenz, ermöglicht Verdauung und Regeneration.
Neuere Forschungen – insbesondere die Polyvagal-Theorie des Neurowissenschaftlers Stephen Porges – zeigen:
Das Nervensystem hat noch eine dritte Ebene: den ventralen Vagusnerv. Er ermöglicht soziale Verbindung, Empathie und die Fähigkeit, sich in Gegenwart anderer zu regulieren.
👉 Genau hier setzt Co-Regulation an: Kinder nutzen das „regulierte Nervensystem“ eines Erwachsenen, um selbst wieder Sicherheit zu spüren.
Co-Regulation in der Praxis
Ein Kind, das innerlich auf „Alarm“ steht, kann nicht gleichzeitig lernen, zuhören oder logisch denken. Der präfrontale Cortex – zuständig für Konzentration, Sprache und Problemlösung – ist dann schlicht nicht verfügbar.
Co-Regulation bedeutet, über nonverbale Signale Sicherheit zu geben:
- Atmung: Ein ruhiger Atemrhythmus wirkt ansteckend – und ist sogar messbar über die Herzratenvariabilität (HRV).
- Augenkontakt: Ein weicher, freundlicher Blick signalisiert dem Vagusnerv: „Du bist sicher.“
- Körperhaltung & Stimme: Sanfte, langsame Sprache senkt nachweislich den Cortisolspiegel bei Kindern.
Das klingt simpel – ist aber neurobiologisch hochwirksam. Außerdem lassen sich diese kleinen Impulse leicht in den Alltag integrieren.
Schulstress erkennen: nicht alles ist „nur Psyche“
Wenn Kinder über Kopfschmerzen oder Bauchweh klagen, ist das oft ein Ausdruck ihres Nervensystems. Stress zeigt sich körperlich, weil Hormone wie Cortisol und Adrenalin auf Dauer die Verdauung und den Schlafrhythmus stören.
Studien belegen: Chronischer Schulstress kann die Kortisolkurve verändern. Das heißt, Kinder haben morgens keinen natürlichen „Energie-Peak“ mehr, sondern laufen den ganzen Tag wie im „Leerlauf“.
Dadurch fehlen ihnen Kraft und Konzentration – und genau deshalb wirken selbst kleine Belastungen dann wie ein Berg.
Sanfte Unterstützung: Pflanzenkraft und Düfte
Neben Co-Regulation können auch natürliche Düfte helfen, das Nervensystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Sie wirken über das limbische System – das ist der Teil des Gehirns, in dem Emotionen verarbeitet werden und der eng mit dem vegetativen Nervensystem verbunden ist.
Besonders wirkungsvoll sind dabei:
- Lavendel: beruhigt über die Aktivierung des Parasympathikus und fördert zusätzlich die Ausschüttung von GABA (ein entspannender Neurotransmitter).
- Mandarine: wirkt direkt auf das limbische System und erhöht die Ausschüttung von Serotonin – deshalb bringt sie Leichtigkeit.
- Pfefferminzhydrolat: steigert die Wachheit, denn Menthol wirkt auf Kälterezeptoren und kalibriert so den Sympathikus neu.
- Rosenhydrolat: moduliert die Herzratenvariabilität und wirkt dadurch harmonisierend auf Stressreaktionen.
Außerdem lassen sich diese Helfer unkompliziert anwenden – ob als Spray, im Diffuser oder auf einem Duftstein.
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Fazit: Stress ist Körper, nicht nur Kopf
Wenn wir Schulstress ernst nehmen, helfen wir unseren Kindern nicht nur emotional, sondern auch körperlich. Ein reguliertes Nervensystem schafft die Basis fürs Lernen.
Co-Regulation ist dabei das Fundament – Erwachsene als sichere Begleiter. Und wenn wir zusätzlich Pflanzenkraft nutzen, lässt sich das Nervensystem sanft stabilisieren. Dadurch fühlen sich Kinder nicht nur sicherer, sondern kommen auch im Schulalltag leichter in Balance.
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